Best Practices für Unternehmensvideos – 5 Tipps, mit denen du deine Videos interessanter gestaltest

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Video-Kommunikation im Business-Umfeld — Wofür man früher noch große Produktionsteams benötigte, sind heute nur noch zwei Dinge notwendig: Eine Kamera und eine Idee. ‍Doch wie setze ich meine Idee mit meinem Smartphone auch wirklich in einem gelungenen Unternehmensvideo um? Mit diesen 5 Tipps klappt's!

Video-Kommunikation im Business-Umfeld — Wofür man früher noch große Produktionsteams benötigte, sind heute nur noch zwei Dinge notwendig: Eine Kamera (egal, ob iPhone, Android-Smartphone oder Spiegelreflex) und eine Idee.

War das Medium „Video“ früher nur für große Konzerne nutzbar, so kann heute augenscheinlich jeder mit etwas Kreativität und einem Smartphone Unternehmensvideos produzieren, die potentiell Millionen von Leuten erreichen können.

Doch wie setze ich meine Idee mit meinem Smartphone auch wirklich in einem gelungenen Unternehmensvideo um?


In diesem Beitrag zeigen wir dir Best Practices für Unternehmensvideos und geben dir 5 Tipps mit an die Hand, wie du professionell mit deinen eigenen Video-Inhalten starten kannst.

Tipp #1: Suche dir den passenden Drehort

Auch wenn der erste Tipp nicht direkt etwas mit der richtigen Kameraführung zu tun hat, ist er mindestens genauso wichtig.

Schon bevor du überhaupt mit dem Videodreh planst, solltest du dir genau überlegen, wo dein Video stattfinden soll.

Vergleiche es mit großen Produktionen: „Harry Potter“ wäre nicht so mystisch und faszinierend, wären da nicht die perfekt zur Geschichte passenden Orte, an denen die Handlung stattfindet.

Ebenso wichtig ist der Drehort deiner Unternehmensvideos.

Generell gilt: Wähle einen Platz, der zu deinem Unternehmen und zu der Botschaft, die du rüberbringen willst, passt.

Hier zwei Beispiele für dich:

  1. Du filmst eine kurze Videobotschaft eurer Geschäftsführer:innen?
    Lass‘ das Geschehen an einem passenden Ort stattfinden, wie z. B. dem Büro oder einem professionell wirkenden Ort im Geschäftsgebäude.
  2. Oder doch ein kleines Vorstellungsvideo über ein abgeschlossenes Projekt eures Unternehmens?
    Im Optimalfall platzierst du Protagonist:innen vor einem sichtbaren Teil dieses Projekts und lässt sie damit interagieren.

Aus den vielen Produktionen, die unser Team bereits umgesetzt hat, wissen wir: Geschätzt 70 % eines qualitativ hochwertigen Unternehmensvideos hängen vom Drehort ab.

Deshalb unsere Empfehlung: Nimm dir Zeit für die Suche nach dem passen Drehort für dein Unternehmensvideo.

Tipp #2: Passe deinen Drehort an

Ebenfalls nicht direkt ein Tipp zur Technik, dennoch genauso effektiv: Passe deinen Drehort und alle im Bild sichtbaren Dinge an deine Anforderungen für ein Unternehmensvideo an.

An den meisten Orten kannst du dies relativ einfach umsetzen, indem du diesen Schritten folgst:

  1. Suche dir den Punkt, an dem du deine Kamera aufstellen willst. Beachte dabei vor allem Lichtverhältnisse und den im Bild sichtbaren Hintergrund.
  2. Positioniere Protagonist:innen oder dein Hauptobjekt im Bild. Tipps, wie du das am besten machst, folgen weiter unten.
  3. Analysiere nun genau das entstandene Bild: Gibt es Objekte oder Farben, die dich stören?
  4. Und zu guter Letzt: Entferne Störungen.

Nach diesem Vorgehen sollten nur noch Objekte, Farben und Formen im Bild sein, die zur Handlung passen.

Entferne also unnötigen Stühle, Papiere, Mülleimer, bunten Vorhänge und alles weitere, das deine Geschichte nicht unterstützt. Denn diese Dinge lenken deine Zuschauer:innen nur ab.

Extra-Tipp: Mache vor deinem Dreh ein Foto vom Drehort, damit du nach deiner „Aufräum“-Aktion noch weißt, wie du alles in den Ausgangszustand zurückbringst.
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Tipp #3: Positioniere deine Kamera bewusst

Wenn du mit deiner Video-Content-Produktion startest, wirst du merken, dass du anfangs meist einfach mit der Kamera „draufhältst“. Das ist an sich auch okay, solange die Handlung interessant ist.

Um immer besser zu werden, sollte dein Ziel im nächsten Schritt sein, deine Kamerawinkel und -einstellungen nach und nach bewusst zu optimieren.

Ein guter Anfang ist zuerst einmal auf die Höhe der Kamera zu achten. Denn je nach Höhe kann dein Bild unterbewusst komplett verschiedene Wirkungen bei Zuschauer:innen erreichen.

Die drei Kameraperspektiven, zwischen denen man generell unterscheidet, sind:

  • Untersicht: Die Kamera-Linse befindet sich unterhalb der Augenhöhe der Protagonist:innen. Die Kamera schaut zu ihm auf.
  • Normalsicht: Die Kamera-Linse befindet sich auf Augenhöhe der Protagonist:innen.
  • Aufsicht: Die Kamera-Linse befindet sich oberhalb der Augenhöhe der Protagonist:innen. Die Kamera schaut auf ihn herab.

Hier ein Beispiel, um es dir zu verdeutlichen:

3 Kameraperspektiven bei der Videoproduktion
Bild-Quelle: Wikipedia Kameraperspektiven

Auch wenn es nur ein Spitzer ist: Das Objekt sieht in der Untersicht klar imposanter aus als in der Normalsicht. In der Aufsicht wirkt der Spitzer schon fast klein und unterwürfig.

Und ja, es ist nur ein Spitzer, aber die Kameraperspektive macht‘s! 😃

Je nachdem, ob du deine Protagonist:innen schwach oder stark wirken lassen willst, kannst du nun deine Perspektive wählen.

Aber Vorsicht: Übertriebene Perspektiven wirken künstlich und bewirken oft genau das Gegenteil. Wende sie nur in Nuancen, also wenige Zentimeter, an.

In diesem kurzen Video zeigen dir Nicola und Melissa, wie die Perspektiven wirken, wenn man sie „übertreibt“.

Deshalb gilt generell: Versuche die Kamera-Linse auf Augenhöhe der Protagonist:innen zu halten.

So bist du in jeden Fall auf der sicheren Seite, besonders wenn es sich um Unternehmensvideos handelt.

Tipp #4: Wähle einen passenden Bildausschnitt

Passend zum vorangegangenen Tipp kümmern wir uns nun um die Position der Protagonist:innenen innerhalb des Bildes und um den Bildausschnitt deines Unternehmensvideos.

Angeber-Tipp für deinen nächsten Dreh: Im Fach-Jargon heißt der gewählte Bildausschnitt "Kader". Die Auswahl des Bildausschnitts heißt demnach "Kadrierung".

Neben der Kamera-Höhe macht ebenfalls der Bildausschnitt, der von der Kamera aufgenommen wird, einen Unterschied in der Wirkung. Es gibt zig verschiedene „Standards“, welche in der Filmproduktion für schöne Bilder angewendet werden.

Um dir den Einstieg in diese Welt möglichst einfach zu machen, konzentrieren wir uns auf drei dieser Einstellungsgrößen. Im Grunde geben diese einfach an, wie viel der Umgebung im Bild gezeigt wird.

3 Kameraeinstellungen für die Videoproduktion

Totale

Bei der Totalen werden um die Protagonist:innen herum große Teile der Umgebung gezeigt.

Meist ist diese Einstellungsgröße ganz automatisch die gewählte, wenn man die Kamera „einfach nur draufhält“. Du solltest sie aber nur wählen, wenn es auch wirklich Sinn ergibt die Umgebung zu zeigen.

Beispielsweise beim Einstieg in den Film, um zu zeigen, wo ihr euch befindet oder wenn du die Protagonist:innen vor einem großen Produkt, um das es im Video geht, platzierst.

Halbtotale

Auch bei dieser Einstellungsgröße sehen deine Zuschauer:innen noch viel von der Umgebung. Er kann aber bereits mehr Details der Protagonist:innen, wie z. B. Gesichtszüge etc. erkennen.

Diese Einstellungsgröße sollte ebenfalls nur genutzt werden, wenn die Umgebung eine Rolle in der Geschichte spielt. Beispielsweise bei Stellenanzeigen-Videos, wenn du in der Szene die tolle Arbeitsatmosphäre des Büros zeigst.

Nah

Bei der Nah-Einstellung sehen Zuschauer:innen nun nicht mehr viel von der Umgebung. Die Aufmerksamkeit liegt voll auf den Protagonist:innen und seinen Worten.

Aus diesem Grund solltest du diese Kamera-Einstellung bei den Aufnahmen verwenden, bei denen in die Kamera gesprochen wird. Beispielsweise bei Vorstellungsvideos, wo es um den Menschen vor der Kamera geht.

Ob du exakt den gleichen Ausschnitt wie im Beispiel wählst, ist nicht wichtig. Es gibt viele Varianten, die du testen kannst.

Schau einfach was dir gefällt und was zu deinem Unternehmensvideo und zum Protagonisten oder zur Protagonistin passt.

Anna zeigt dir, wie die drei verschiedenen Einstellungsgrößen im Unternehmensvideo wirken.

Zusatz-Tipp: Achte darauf, deinen Protagonist:innen nicht zu viel “Kopfluft” zu geben. Darunter versteht man den Platz zwischen dem Kopf und der Oberkante des Bildes. Orientiere dich am oben gezeigten Beispiel.

Übrigens: In Mozaik wird dir der optimale Bildausschnitt bereits während des Videodrehs gezeigt, somit kann nichts mehr schief gehen!

Tipp #5: Positioniere deine Protagonist:innen bewusst

Unser letzter kameratechnische Tipp dreht sich um die Position der Protagonist:innen innerhalb des Bildes.

Sobald du die Kamera-Einstellungsgröße, wie im vorherigen Tipp beschrieben, gewählt hast, kannst du die Kamera logischerweise noch nach links und rechts schwenken.

Und das wird dich nun nicht mehr überraschen: Auch dies macht einen Unterschied in der Wirkung!

Dazu kommt, dass du auch bei der Blickrichtung deiner Protagonist:innen die Wahl hast: Sieht er direkt in die Kamera oder an der Kamera vorbei?

Hier zwei Variationen als Beispiel:

Blickwinkel der Protagonist:innen beim Videodreh

Du siehst: Es gibt verschiedene Varianten, die wieder einmal von deiner erzählten Geschichte abhängig sind.

Wenn du willst, dass sich die Zuschauer:innen direkt angesprochen fühlen, positioniere deine Protagonist:innen mittig und lass‘ diese in die Kamera sprechen.

Ist dein Unternehmensvideo hingegen eher ein Portrait der Protagonist:innen, positioniere diese rechts oder links im Bild, setze dich selbst neben die Kamera und sprich mit deinem Gegenüber, während die Kamera seitlich aufnimmt.

Unsere Empfehlung: Durch das Social-Media-Verhalten sind deine Zuschauer:innen die direkte Ansprache gewöhnt. Zudem kannst du bei der mittigen Positionierung weniger Fehler machen, da sie einfacher umzusetzen ist.

Deshalb raten wir dir in den meisten Situationen: Stelle deine Protagonist:innen mittig ins Bild uns lass‘ sie direkt in die Kamera sprechen. Das weckt auch Sympathien bei deinen Zuschauer:innen.

Fazit

Du wirst schnell eine Verbesserung deiner Video-Aufnahmen bemerken, wenn du dich an die oben beschriebene Tipps hältst.

Einen Extra-Tipp haben wir noch: Sieh dir das Gesamtbild stets vor und nach der Aufnahme noch mindestens einmal an. Die meisten Probleme fallen dir erst in diesen Momenten auf und besser du bemerkst sie noch am Drehort, als nach dem Dreh zurück im Büro.

Wenn du dich nach einiger Zeit sicher in der Kameraführung fühlst, heißt es trotz der Tipps aber wieder: Experimentiere und tob dich aus!

Mit außergewöhnlichen und auffälligen Kameraführungen kannst du die Aufmerksamkeit deiner Zuschauer:innen für dich gewinnen. Und das ist ja das letztendliche Ziel deiner Video-Inhalte, oder?

Übrigens funktioniert die Produktion von Unternehmensvideos auch mit kleinem Budget.

Mit der Corporate Video Platform Mozaik kannst du hochwertigen Video-Content auch mit kleinem Geld produzieren. Die Plattform unterstützt dich während dem gesamten Videoprozess bei der Planung, Erstellung, Nachbearbeitung und Distribution deiner Video-Inhalte.

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